Wieso wir vom Kanton Aargau als Standort überzeugt sind

Erschienen in Investment-TippsWieso wir vom Kanton Aargau als Standort überzeugt sind

Michael Meier Michael Meier am 24. Aug 2017

Erlinsbach, Brunegg, Gränichen, Seengen – viele unserer neuesten Liegenschaften haben eines gemeinsam: Sie alle liegen im Kanton Aargau. Der Kanton wird oft als Agglomerationskanton abgestempelt – zu Unrecht. Mit über 660’000 Einwohner ist der Aargau der viertgrösste Kanton in der Schweiz. Marco Ilic, Team Lead Client Relations & Real Estate Acquisitions bei crowdhouse erklärt, wieso der Aargau gerade für Immobilien-Investoren ein wichtiges und solides Pflaster ist.


von Marco Ilic
Team Lead Client Relations & Real Estate Acquisitions


Wie lebt es sich eigentlich so, zwischen Atomkraftwerk und Autobahn? Sind eigentlich alle Aargauer so schlechte Autofahrer? Und wird die Haut eigentlich irgendwann Orange, wenn man den ganzen Tag nur «Rüebli» isst? Klischees über den Kanton Aargau und dessen Bewohner gibt es viele. Wer sich die Frage stellt, welche Schweizer Standorte für Immobilien interessant sind, sollte diese aber schleunigst beiseite legen und die Beurteilung sachlich angehen. Der Aargau hat als Wirtschafts- und Lebensstandort im nationalen Vergleich überdurchschnittlich viel zu bieten. Ich möchte Ihnen 5 Argumente liefern, die dies untermauern:

1. Aargau gehört zu den Top 3 Wirtschaftskantonen der Schweiz

Die Credit Suisse veröffentlicht jedes Jahr ein Standortqualitätsindikator und rangiert alle Schweizer Kantone hinsichtlich ihrer Attraktivität als Unternehmensstandort. Im letzten Ranking vom Jahr 2016 folgt der Kanton Aargau auf Nummer 3 hinter Zürich und Zug. Als Grund dafür nennen die Experten der Credit Suisse insbesondere die steuerliche Entlastung für Unternehmen. Alle Aargauer Regionen liegen gemäss Standortqualitätsindikator über dem Schweizer Durchschnitt. Kein anderer Kanton ist beliebeter als der Aargau, wenn es um Zuzüge von Schweizer Firmen geht. Das bestätigt auch die jüngste Analyse des Wirtschaftsinformationsdienstes Crif aus dem Jahr 2017.

2. Der Kanton Aargau hat ein Triple-A-Rating
Im Juli 2017 hat die international renommierte Rating-Agentur Standard & Poor’s dem Kanton Aargau die Bestnote AAA bestätigt. Dieses Rating widerspiegelt das hohe Vertrauen in die politische Führung des Kantons. Als wichtige Schlüsselfaktoren für das Rating nennt Standard & Poor’s die im internationalen Vergleich starke Wirtschaft, die tiefe Arbeitslosenrate, ein hohes Wachstumspotenzial, ein umsichtiges Finanzmanagement der politischen Führung, die ausgezeichnete Liquidität und die tiefe Schuldenlast des Kantons. In der Schweiz werden heute 8 Kantone von Standard & Poor’s direkt bewertet. Neben dem Aargau haben nur die Kantone Zürich und Waadt ein Rating von AAA statt «lediglich» AA.

3. Prädestinierte Lage mit vielseitigen Anbindungen
Mittendrin statt nur dabei. Der Kanton Aargau ist der Inbegriff eines Mittelland-Kantons und diese «Mitte» ist für die Standortqualität des Aargaus matchentscheidend. Kein anderer Schweizer Wirtschaftsstandort liegt so zentral zwischen den Grossregionen Zürich, Bern und Basel. Gleichzeitig verfügt die Region über sehr gut ausgebaute Schienen- und Strassenverkehrssysteme.

4. Konzentriertes High-Tech-Know-how und hohe Lebensqualität
Wie definiert sich eine nachhaltige Wirtschaftsregion? Entscheidender Punkt dabei ist, inwiefern eine Region gewillt ist, sich mit den Problemen von Morgen auseinanderzusetzen und diesbezügliche Lösungen anzubieten. Der Kanton Aargau beheimatet im Bereich Energie, Elektrotechnik, Life Science, Pharma, Medizinaltechnik, Kunststoff, ICT und Maschinenbau zahlreiche Unternehmen, die in ihrer Branche eine Vorreiterrolle einnehmen. Das Program «Hightech Aargau» wurde vom Regierungsrat im jahr 2012 mit dem Ziel lanciert, den ansässigen Unternehmen optimale Rahmenbedingungen und Dienstleistungen im Bereich der Innovationsförderung und des Technologietransfers zu bieten. Das Programm stiess bei den ansässigen Unternehmen auf viel Begeisterung und war ein voller Erfolg,  so dass es mit der Initiative «Hightech Aargau 2018 – 2022» weitergeführt werden soll. Für ein solches Vorhaben sind qualifizierte Arbeitskräfte zentral. Der Kanton Aargau ist bemüht, diesen Arbeitskräften ein attraktives Umfeld und Lebensqualität auf höchstem Standard zu bieten. Ein Beispiel: Zurzeit läuft im Kanton Aargau das Programm «Natur 2020». Zwischen den Jahren 2016 bis 2020 will der Kanton Aargau rund 16,5 Millionen Franken in die Naturvielfalt und Lebensqualität investieren. Das Projekt ist ein Eckpfeiler der kantonalen Natur- und Landschaftsschutzpolitik und eine konkrete Massnahme, um die Attraktivität des Standorts im nationalen und internationalen Vergleich langfristig abzusichern.

5. Der Kanton Aargau kennt keine Handänderungssteuern
Im Gegensatz zu vielen anderen Schweizer Kantonen kennt der Kanton Aargau keine klassische Handänderungssteuer. Bei grundbuchlichen Vorgängen erhebt der Kanton neben den Kanzlei- und Grundbuchgebühren eine Grundbuchabgabe nach Massgabe des Gesetzes über die Grundbuchabgabe im Sinne einer Gemengsteuer.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Punkte sind wir gerade im Kanton Aargau mit zahlreichen Bauunternehmern vernetzt. Dadurch haben wir bei vielen Neubauprojekten frühen Verhandlungszugriff, um möglichst gute Kaufpreise zu verhandeln. Der Aargau mag in der Schweiz – und insbesondere in Zürich – den Ruf eines «unbeliebten» Kantons zu haben. Immobilien-Investoren sollten auf solche Vorurteile allerdings nicht allzuviel Wert legen.

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