Passives Einkommen aufbauen – Top 5 Tipps, um passiv Geld zu verdienen

Geld verdienen, ohne etwas dafür zu tun und ohne dafür arbeiten zu müssen? Passives Einkommen im Schlaf generieren, ohne sich täglich im Hamsterrad abzumühen? Das geht – allerdings nicht ohne etwas Einsatz. Wer passives Einkommen aufbauen will, braucht eine gute Strategie, eine langfristige Vision für die eigene Zukunft und oft auch gute Partner/innen in der Umsetzung. Wir stellen 5 Ideen vor, mit denen man sich ein stabiles Passiv-Einkommen in der Schweiz aufbauen kann – aus unserer Perspektive als Investmentmanager/innen und Immobilienexpert/innen.

Was versteht man unter passivem Einkommen?

Was ist passives Einkommen oder auch Residualeinkommen genannt? Vereinfacht gesagt muss man für ein stetiges passives Einkommen einmal Ressourcen investieren, um später von einem kontinuierlichen Geldfluss zu profitieren. 

Die grundsätzliche Idee vom passiven Einkommen ist, das eigene Geld für sich arbeiten zu lassen anstatt selbst dafür zu arbeiten und seine Zeit gegen Einkommen zu tauschen. Der Aufbau von Kapital ermöglicht es, das eigene Leben frei zu gestalten, ohne auf Erwerbsarbeit angewiesen zu sein.

Kurz gesagt ist passives Einkommen ein Geldzufluss, der in bestimmten Zeitabständen erfolgt, ohne dass zu diesem Zeitpunkt aktiv etwas für das Einkommen getan werden muss. Wie erwähnt müssen zuvor Ressourcen wie Zeit und/oder Geld investiert werden, damit das Passiv-Einkommen zum Beispiel für den Kauf einer Immobilie, den Kauf von Kryptowährungen und Non-Fungible-Tokens (NFTs) aufgebaut wird. Danach fliesst das Geld ohne weiteren grossen Arbeitsaufwand auf die Konten des oder der Begünstigten.

Passives Einkommen zeichnet sich allgemein durch folgende Merkmale aus:

  • Verdienst ist unabhängig vom Arbeitseinsatz
  • Nach Anfangsaufwand kein dauernd fortlaufender Zeitaufwand nötig
  • Stetige Umsatzsteigerung ohne kontinuierliche Investitionen (Skalierbarkeit)
  • Erzeugt automatisierte Geldströme bei langfristiger Anlage
  • Unsichere Höhe:
    • kann Schwankungen unterliegen
    • ist nicht dauerhaft gleich
    • kann auch komplett zum Erliegen kommen

Je nach Art des passiven Einkommens erfolgen die Auszahlungen zu verschiedenen Zeitpunkten. Besitzt man eine vermietete Rendite-Immobilie, erhält man monatliche Mieteinnahmen. Hat man in Aktien investiert, werden die Erlöse üblicherweise quartalsweise oder jährlich als Dividenden ausgeschüttet. Ob eine jährliche Auszahlung als passives Einkommen gelten kann, muss jeder selbst für sich entscheiden. 

Passives Einkommen wird allerdings in den seltensten Fällen von heute auf morgen generiert. Das Stadium, in dem Einnahmen ohne Aufwand erzielt werden, folgt auf eine Phase des Aufbaus. In dieser Aufbauphase werden zunächst aktiv Ressourcen wie Geld oder Zeit in den neuen Einkommenszweig investiert. Erst danach fliessen die passiven Einnahmen dauerhaft.

Arbeits- und Zeitaufwand im Verhältnis zum Einkommen

Je nachdem, welche Art von passivem Einkommen aufgebaut wird, reichen die Einnahmen am Anfang eventuell noch nicht aus, um direkt den Job zu kündigen. Aktives Einkommen dagegen erfordert eine ständige Anstrengung, ohne die kein Geld fliesst.

Was ist Cashflow im Bezug auf passives Einkommen?

Um passives Einkommen verstehen zu können, muss man den Begriff Cashflow kennen. Die Auszahlung von passivem Einkommen wird als positiver Cashflow bezeichnet: ein Zufluss von Geld. Das Einkommen aus erwerbstätiger Arbeit oder der Verkauf von Vermögenswerten wie einer Immobilie ist ebenfalls ein positiver Cashflow. Negativer Cashflow hingegen ist ein Abfluss von Geld zum Beispiel für Mietkosten, Darlehenszinsen oder den Kauf von Konsumgütern.

Für alle von uns sollte das Ziel sein, einen grösseren positiven als negativen Cashflow zu haben. Betrachtet wird jeweils eine bestimmte Zeitperiode, zum Beispiel ein Monat oder ein Jahr. Die monetäre Differenz zwischen positivem und negativem Cashflow kann dann gespart oder eingesetzt werden, um passives Einkommen zu erzielen.

Das Wichtigste an der Cashflow-Betrachtung ist, dass die Differenz positiv sein sollte. Ein negativer Cashflow ist nicht automatisch schlecht, solange er unterhalb des positiven Cashflows bleibt. Die Kosten für den Aufbau von passivem Einkommen tragen aber langfristig zur Steigerung des positiven Cashflows bei. Beispiele für solche Aufbaukosten sind:

  • der Ankauf von Immobilien oder Aktien
  • die eigene Weiterbildung durch Bücher oder Kurse 
  • die Anschaffung von Equipment zum Aufbau eines finanziellen Standbeins

Konsum-Anschaffungen, die nach dem Kauf an Wert verlieren wie ein Neuwagen tragen im Sinne des Cashflows dagegen eher nicht zur zukünftigen Einkommenssteigerung bei. Der clevere und vorausschauende Einsatz der eigenen Ressourcen ist massgeblich für den Aufbau von passivem Einkommen.

Adaptiert aus dem Buch „Rich Dad, Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki.

Der Cashflow-Quadrant zeigt, wo der tatsächliche Reichtum durch passives Einkommen geschaffen wird. Mit einem Angestellten-Job als Erwerbstätige/r ist es dauerhaft nötig, seine geistigen/körperlichen Fähigkeiten für einen bestimmten Zeitraum in den Dienst eines anderen zu stellen. Dafür wird man monatlich gleichbleibend entlohnt. Man kann sich also genau ausrechnen, was man sich in 10 Jahren (nicht) leisten kann. Fällt die Arbeitsleistung  durch beispielsweise den Eintritt ins Rentenalter weg, ist man auf andere Einkommensquellen angewiesen.

Als Selbstständige/r oder Klein-Unternehmer/in ist die Vergütung vom eigenen Einsatz abhängig. Man bestimmt selbst, wie viel die eigene Zeit oder Expertise wert ist, und wie viel davon man aufwenden möchte. Doch auch hier gehört man zu den «Armen», da das Einkommen limitiert ist. Nur eine bestimmte Anzahl an Stunden in der Woche lassen sich verkaufen. Man ist direkt von der Kundschaft abhängig.

Als «reich» zählt man, wenn man ein System besitzt: Ein grösseres Unternehmen, bei dem die Arbeitslast auf andere verteilt wird. Das System an sich ist skalierbar. Bei einer besseren Auftragslage werden mehr Angestellte eingestellt. Der Wert des Unternehmens ist nicht mehr die eigene Zeit, die man darin verbringt, sondern das System, die Prozesse und die darüber geschaffenen Werte. Trotzdem erfordert ein Unternehmen weiterhin die eigene Aufmerksamkeit und Zeit, damit es wächst und gedeiht.

Will man frei sein, sollte man darauf hinarbeiten, Investor/in zu sein. Dann erzielt das eigene Geld das Einkommen, ohne dass man nach dem Anfangsaufwand der Recherche und des Investierens weitere Zeit darauf verwenden muss. Idealerweise vermehrt sich das eingesetzte Kapital und kann dann weiter investiert werden. Das Vermögenswachstum geschieht mit minimalem Zeitaufwand von Seiten des Investors oder der Investorin.

Passives Einkommen mit und ohne Startkapital

Was, wenn man kein Startkapital besitzt? Ein passives Einkommen ohne eigenes Geld aufbauen, das geht. In der Aufbauphase müssen jedoch immer Ressourcen investiert werden. Wenn das Startkapital fehlt, muss daher oft Zeit in die Erstellung von Produkten oder Leistungen investiert werden, die später das passive Einkommen erzielen. Beispiele für solche Produkte können Fotos, Bücher oder Online-Kurse sein, die jeweils ein unterschiedliches Level an Zeit und Expertise brauchen, bevor sie als passive Einkommensströme fungieren können. Zudem sind solche Produkte auf ständiges Marketing angewiesen, damit der Einkommensstrom nicht versiegt.

Bei einer langfristigen Strategie ist jedoch eigenes Kapital unerlässlich, um finanziell unabhängig zu werden. Mit eigenem Startkapital kann passives Einkommen deutlich schneller aufgebaut werden: Sofern das entsprechende Investment-Wissen vorhanden ist, können der Aufbau eines Aktien-Portfolios, Fondsmanagements oder Anleihen unmittelbar passive Einkommensströme generieren. Der Kauf einer Rendite-Immobilie und deren Vermietung können ebenfalls in vergleichsweise kurzer Zeit passives Einkommen erzielen.

Abgrenzung zu anderen Einkommensarten

Passives Einkommen definiert sich nicht nur dadurch, dass es nach der Aufbauphase unabhängig vom eigenen Ressourceneinsatz ist. Es ist zudem skalierbar: Kapital generiert mehr Kapital, wenn die eingefahrenen Gewinne weiter investiert werden. Zudem ist passives Einkommen immer mit Unsicherheit verknüpft. Die Investition in Aktien, Krypto oder NFTs ist nicht garantiert mit Gewinnen verbunden. Stabilere Investitionen wie der Kauf von Immobilien oder Aktien können die Unsicherheit zwar mildern, garantieren aber ebenfalls keinen 100-prozentigen Erfolg.

Neben dem passiven Einkommen gibt es noch andere Arten, einen positiven Cashflow zu erschaffen. Diesen fehlt jedoch immer eines der drei Grundkriterien: Unabhängigkeit, Unsicherheit oder Skalierbarkeit.

Aktives Einkommen

Mit einem klassischen Angestelltenverhältnis wird der eigene Zeitaufwand durch das verhandelte Gehalt entlohnt. Das gleiche gilt für Freelancer/innen oder Selbstständige: Ihre eingesetzte Zeit wird durch die Honorare der Kundschaft aufgewogen. Üblicherweise ist ein Angestelltenverhältnis berechenbar, da der Monatslohn über längere Zeiträume hinweg gleich bleibt. Dagegen spielt bei Freelancer/innen und Selbstständigen eine vermeintliche Unsicherheit über die Höhe der Einkünfte mit. Aber auch ein abhängiges Angestelltenverhältnis ist nicht sicher: Eine Kündigung, Krankheit oder Firmenauflösung können den Einkommensstrom jederzeit beenden. Dazu sind beide Arten von aktivem Einkommen nicht skalierbar, da ein Tag nur eine bestimmte Anzahl an Stunden hat, die mit eigener Arbeit gefüllt werden können.

Zusatzeinkommen

Zusatzeinkommen ist ähnlich wie aktives Einkommen an den konstanten Einsatz von Zeit gebunden. Will man passives Einkommen aufbauen, kann Zusatzeinkommen ein hilfreiches Vehikel zur Stärkung des positiven Cashflows sein. Das daraus entstehende Kapital kann dann eingesetzt werden, um passives Einkommen zu erzielen. Üblicherweise ist ein Zusatzeinkommen ein Geldstrom, der neben dem Haupteinkommen verdient wird. Heutzutage gibt es verschiedene Optionen, wie man abhängig von den eigenen Fähigkeiten ortsunabhängig einen Nebenverdienst erzielen kann. Fliesst die Zeit beispielsweise in einen eigenen Blog, einen Sales- oder Marketing-Job oder in eine andere Tätigkeit, bei der neues Wissen erlangt wird, ist der Gewinn nicht nur monetär messbar.

Kurzfristige Investments und Geldanlagen

Lässt man sein Kapital für sich arbeiten, hat man bereits einen grossen Teil des Weges zum passiven Einkommen geschafft. Von den drei Kriterien des Passiv-Einkommens – Skalierbarkeit, Unsicherheit und Unabhängigkeit – verfehlen volatile Investments und Geldanlagen allerdings manchmal das letzte Kriterium. Trader/innen und Privatiers, die von den Erträgen des eigenen Kapitals leben, erzielen nicht notwendigerweise passives Einkommen. Besonders hoch volatile Investments, die ständig beobachtet werden müssen, können viel Zeit verschlingen. In Fall dieser kurzfristig angelegten Summen ist die Kapitalvermehrung abhängig von der investierten Zeit und damit nicht unbedingt als passives Einkommen wertbar.

Gründe, um ein passives Einkommen zu generieren

Die Einschätzung, welche Einkommensart als sicher gilt, wurde über die letzten Jahrzehnte von einer Generation geprägt, deren lebenslanges Angestelltendasein es ermöglichte, ein Eigenheim zu finanzieren und abzubezahlen. Dazu zählte sie auf das Versprechen einer sicheren Altersrente. Die Zeiten haben sich jedoch geändert: Man nehme die Wirtschaftslage der letzten Jahre, Inflation bei stagnierenden Löhnen und einen demographischen Wandel, der von der Rentenpolitik nicht notwendigerweise abgefedert werden kann. Darüber hinaus ist eine abhängige, lebenslange Beschäftigung heutzutage nicht mehr für alle erstrebenswert. Der Grund für den Aufbau eines passiven Einkommens ist oft der Wunsch nach einem eigenen finanziellen Polster. Dadurch kann das eignene Rentenalter abgesichert werden. Gleichzeitig bietet es im Heute die grösstmögliche finanzielle Freiheit.

Vermögensaufbau

Will man ein eigenes Vermögen aufbauen, ist die Generierung mehrerer positiver Geldflüsse nötig. In den wenigsten Fällen reicht Erwerbsarbeit aus, um reich zu werden. Ganz zu schweigen von der ständig drohenden Unsicherheit des Jobverlusts.

Das sind die ersten Schritte zum Vermögensaufbau:

Bestandsaufnahme

Alle Einkommensströme, vorhandene Vermögen und Werte von Besitztümern sollten aufgelistet werden. Auf der anderen Seite werden alle Verbindlichkeiten wie Miete, Lebenshaltungskosten, Kredite und Leasingzahlungen erfasst, dazu alle anstehenden grösseren Ausgaben wie Urlaube oder nötige Anschaffungen. Es kann hilfreich sein, über 2–3 Monate hinweg alle Ausgaben auch für kleine Einkäufe aufzulisten, um festzustellen, wo die eigenen Prioritäten liegen. Oft machen viele kleine beiläufige Ausgaben einen erheblichen Teil der Lebenshaltungskosten aus, ohne dass man sich dessen bewusst ist.Mit der Gegenüberstellung wird dann geprüft, wie gross die Differenz zwischen positivem und negativem Cashflow ist.

Budgetplanung

Idealerweise setzt man sich ein Jahresbudget, das auf Monatsbudgets heruntergebrochen wird. Fixkosten wie Miete, Kredite, Schulgeld etc. gehören genauso in das Budget wie Lebenshaltungskosten für Einkäufe und Konsum. Sind grössere Ausgaben geplant, sollte für diese ein monatlicher Ansparbetrag eingeplant werden.

Schulden tilgen

Vor dem monetären Investment in passives Einkommen sollten zunächst alle Schulden ausgeräumt werden. Die Zinssätze, zu denen Verbrauchern Geld für Konsumkredite geliehen wird, sind oft hoch. Die monatliche Summe, die man für die Tilgung der Raten aufbringen muss, ist Liquidität, die direkt abfliesst und die nicht investiert werden kann. Dazu kommt der eigentliche geschuldete Betrag, der ebenfalls nicht für Investitionen zur Verfügung steht. Hier muss man einerseits gegenüberstellen, wie viel Geld monatlich oder vierteljährlich in Zinsen fliesst. Auf der anderen Seite sollte überlegt werden, wie sich diese Summe verhält, wenn man sie in passives Einkommen investieren würde, anstatt die Schulden direkt zu tilgen. 

Bei Konsumkrediten stellt man in der Regel fest, dass die Zinsen, die man bezahlt, höher sind als das passive Einkommen, das man mit der Zinssumme erzielen könnte. Deshalb ist es ratsam, zuerst alle Konsumschulden zu tilgen, bevor man ein Passiv-Einkommen aufbaut.

Passives Einkommen strategisch aufbauen

An erster Stelle steht der Aufbau von Wissen rund um die verschiedenen passiven Einkommensarten. Danach sollte eine massgeschneiderte Strategie ausgearbeitet werden, welche Einkommensströme in welchem Zeitraum angestrebt werden. Ein Immobilieninvestment, das stetige Ströme an Mieteinnahmen erzielt, verhält sich anders als der Ankauf volatiler Kryptowährungen, die man besser ständig im Auge behält. Die Anlagestrategie ist idealerweise auf die eigenen Präferenzen, Finanzen und Fähigkeiten abgestimmt. Die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnern und Plattformen kann hierbei bereits in der Anfangsphase helfen, um eigene Wissenslücken in Detailfragen abzufedern.

Finanzielle Unabhängigkeit

Einer der Hauptgründe für den Aufbau von passivem Einkommen ist die Unabhängigkeit von Arbeitgebern, dem Staat, anderen Unternehmen oder gar anderen Menschen. Der Antrieb liegt in der Freiheit, das eigene Leben so gestalten zu können, wie man möchte, ohne von monetären Bindungen eingeschränkt zu sein. Das kann auf der einen Seite bedeuten, dass man frei über seine eigene Zeit bestimmt. Für andere bedeutet finanzielle Freiheit Ortsunabhängigkeit. Für wieder andere ermöglicht finanzielle Unabhängigkeit den Abschied von bürokratischen Zwängen. Das passive Einkommen ist in allen Fällen ein Werkzeug: Die Geldflüsse ermöglichen die grösstmögliche Entscheidungsfreiheit.

Altersvorsorge

Ob die staatliche Rente den eigenen Lebensabend absichern kann, ist für viele fraglich. Mit zunehmendem Lebensstandard, der vor allem in der Schweiz hoch ist, steigt glücklicherweise auch die Lebenserwartung. Darauf sind allerdings die vor Jahrzehnten ausgearbeiteten Rentenpläne nicht notwendigerweise ausgelegt. Viele Menschen legen ihr Kapital deshalb mit dem Ziel an, dass es passives Einkommen generiert, um eine eventuelle Rentenlücke auszugleichen.

Weiteres zur Pensionsplanung finden Sie im folgenden Blogartikel „Pensionsplanung – das sind die wichtigsten Planungsaspekte

5 Möglichkeiten von passiven Einkommensquellen

Passiv-Einkommen kann auf verschiedene Arten erzielt werden. Es ist essenziell, die  passende, auf sich zugeschnittene Strategie zu erarbeiten. Danach setzt man auf die Einkommensquellen, die sich am besten in die langfristige Investmentstrategie einfügen. Dabei sind einige Cashflow-Ströme eher stetig, wie zum Beispiel Mieteinnahmen, während andere grössere Gewinne versprechen, aber auch ein grösseres Risiko bergen.

Crowdinvesting

Crowdinvesting ist eine Hybridform des Investments. Eine grosse Anzahl an Klein-Investoren/innen bündelt über eine Internet-Plattform ihre Anlagebeträge. So kommt eine grössere Summe zusammen, die in Werte oder Produkte investiert werden kann, die für den oder die einzelne/n Anleger/in unerreichbar gewesen wäre. Der Vorteil des Crowdinvesting ist die Risikostreuung: Durch die vergleichsweise kleinen Investitionssummen lässt sich das Risiko gut verteilen. 

Besonders das Immobilien-Crowdinvesting ist eine sehr gute Möglichkeit, um passives Einkommen aufzubauen. Anstatt in eine einzige Rendite-Immobilie zu investieren, beteiligt man sich beim Immobilien-Crowdinvesting an mehreren Mietimmobilien. Das Investment der Anleger/innen wird diversifiziert. Die Auszahlungen der anteiligen Mieteinnahmen erfolgt in der Regel monatlich, wie bei einer einzigen Mietimmobilie auch. Passives Einkommen sollte an einen möglichst geringen Zeitaufwand gebunden sein. Die Vermietung der eigenen Immobilie bedeutet in der Regel Aufwand. Die Kommunikation mit der Verwaltungsgesellschaft und die Abwicklung administrativer Tätigkeiten kostet Zeit. Dagegen sind Immobilien-Crowdinvests üblicherweise frei von jeglichen Zusatzaufwand, da sie über die Investoren-Plattform abgewickelt werden.

Eine gute Plattform für Immobilien-Crowdinvesting zeichnet sich durch diese Merkmale aus:

  • Experten/innen auf ihrem Gebiet. Sie wickeln nicht nur Crowd-Investing-Projekte ab, sondern auch Alleinkäufe und -verkäufe.
  • Die Anleger/innen haben jederzeit Zugriff auf ihr Portfolio.
  • Alle Immobilien im Portfolio sind sorgfältig und transparent dokumentiert. 
  • Das Portfolio wird ständig  mit neuen Immobilien oder Verkäufen weiterentwickelt. 
  • Anleger/innen können ihre Investment-Präferenzen ständig verfeinern.
  • Die Auszahlung der Rendite erfolgt monatlich, um das aktuelle Marktgeschehen abzubilden.

Kryptowährungen

Hinter der Idee des optimalen passiven Einkommens steht immer die Idee, ab einem gewissen Punkt sein Geld für sich arbeiten zu lassen. Die Mittel, die hierfür zur Wahl stehen, entwickeln sich mit der Zeit immer weiter. 

Passives Einkommen über Kryptowährungen ist 2022 eine ganz normale Anlageform. Man kann regelmässige Zinsen mit Kryptowährungen verdienen.

Ein kurzer Exkurs: Bitcoin kann wie Gold betrachtet werden. Die Anzahl an Bitcoins ist begrenzt und der Besitz von Bitcoin wird über die Zeit vermutlich immer begehrter. Die meisten anderen Kryptowährungen dagegen sind mit Aktien vergleichbar: Sie bilden Prozesse oder Unternehmensbeteiligungen ab. Man kann mit ihnen bezahlen. Sie sind aber, im Gegensatz zu Bitcoin, oft an ein Unternehmen oder Projekt gebunden und mit diesem fest verknüpft. 

Kryptowährungen zu kaufen und zu verkaufen ist nicht unbedingt ein passiver Einkommensstrom, da Zeit in die Verwaltung des eigenen Portfolios investiert wird. Besitzt man allerdings Einheiten von Kryptowährungen und verleiht diese an andere in sogenannten Crypto Loans, fliessen die Erträge aus dem Kryptodarlehen als Passiv-Einkommen an den oder die Verleiher/in zurück.

Wie passives Einkommen mit Kryptowährungen erzielt werden kann.

Wie funktioniert nun Crypto Lending? Das Leihen und Verleihen von Kryptowährungen hat den grossen Vorteil, dass man seine eigenen Kryptowährungen nicht verkaufen muss, um damit Zinsen zu erwirtschaften. Je nach Vertrag kann man sein eigenes Vermögen zu fixen oder flexiblen Zinsen verleihen.

Eine andere Möglichkeit, mit Kryptowährungen passives Einkommen zu erzielen, ist das Crypto Staking. Hier werden die Einheiten, die man selbst von einer Kryptowährung besitzt, verwendet, um die Abwicklung von anderen Transaktionen zu verifizieren. Dazu verpflichtet man sich, seine Einheiten (den «Stake») für einen gewissen Zeitraum «einzufrieren», anstatt sie auszugeben oder in andere Währungen umzutauschen. Die Einheiten werden dann über ein Zufallsprinzip genutzt, um Transaktionen auf der Blockchain auf ihre Authentizität gegenzuprüfen. Dieses Vorgehen nennt sich «Proof of Stake». Da man in der Zwischenzeit nicht mit seinem Stake handeln kann, wird man mit einer Ausgleichszahlung in der Währung seines eigenen Stakes belohnt.

Der Unterschied zwischen Crypto Lending und Crypto Staking liegt darin, dass man beim Lending eine Art Darlehen an andere Nutzer vergibt, während beim Staking ein Teil des eigenen Vermögens zum Abwickeln eines administrativen Vorgangs genutzt wird.

Kryptowährungen werden aktuell von verschiedenen Institutionen geprüft. Der Vorteil der neuen Währungen ist, dass sie dezentral erstellt und gehandelt werden. Kritiker merken allerdings an, dass der Handel mit Kryptowährungen nicht unter die gängigen Verbraucherschutzvorschriften. fällt. Dadurch sind vor allem Personen, die sich nicht ausreichend über die Risiken informiert haben, schutzlos gegenüber Marktmanipulation und Finanzkriminalität. Darüber hinaus werden Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen dadurch erstellt, dass unzählige Computer hochkomplexe Rechenleistungen ausführen. Damit verschlingen Kryptowährungen große Mengen an Energie. Bitcoin verbraucht beispielsweise genausoviel Energie wie das gesamte Land Norwegen.

Aktien

Kauft man Aktien, erwirbt man eine Unternehmensbeteiligung. Entsprechend wird man, je nach Aktie, am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Diese sogenannten Dividenden werden in der Regel einmal jährlich an die Aktieninhaber/innen ausgeschüttet. Passives Einkommen durch Dividenden erfordert einen einmaligen finanziellen Aufwand. Danach erhält man, sofern die Gewinne des Unternehmens entsprechend hoch sind, eine regelmässige Ausschüttung. 

Risiken beim passiven Einkommen durch Aktien:

  • Die Dividenden sind nicht garantiert, sondern werden jeweils auf der Hauptversammlung der Aktieninhaber/innen beschlossen. 
  • Ein weiteres Risiko ist die Entwicklung am Aktienmarkt: Stürzen die Werte der Aktie in den Keller, ist nicht nur der Einkommensstrom durch Dividenden, sondern das gesamte eingesetzte Kapital gefährdet.
  • Der Ankauf von Aktien erfordert ein Grundwissen über die Mechanismen des Aktienmarkts. Darüber hinaus brauchen Anleger/innen die Fähigkeit, eine Aktie auf ihre langfristige Eignung als passive Einkommensteuer zu bewerten.

Mehr Informationen zum Thema Geld anlagen, finden Sie in diesem Blogartikel: „Geld sicher anlegen & investieren -die besten Kapitalanlagen im Vergleich

NFTs

NFTs sind 2022 als passive Einkommensquelle durchaus anerkannt.

Ein NFT, Non-Fungible Token, ist ein einzigartiger, digitaler Vermögensgegenstand, der an ein digital existierendes Produkt gebunden wird – zum Beispiel ein digitales Bild. Verkauft man den NFT an jemanden, erhält er oder sie genau diese einzigartige Verknüpfung zum Bild.

Ein Bitcoin dagegen ist eine Währung wie ein Euro. Tauscht man einen Bitcoin gegen einen anderen aus, besitzt man weiterhin genau einen Bitcoin. Bitcoin wird deshalb als Fungible (austauschbarer) Token bezeichnet.

Wie kann man nun mit NFTs passives Einkommen erzielen, wenn diese doch gar keine Währung sind?

Zum einen lassen sich NFTs inzwischen staken. Wie bei den Kryptowährungen stimmt man zu, dass die eigenen NFTs für einen bestimmten Zeitraum im Portfolio verbleiben. Dieser sogenannte Stake wird dann wieder nach dem Zufallsprinzip genutzt, um andere NFT-Transaktionen zu referenzieren und deren Authentizität zu bescheinigen. Dafür wird man dann entlohnt, ohne selbst etwas tun zu müssen.

Das sogenannte Flippen von NFTs kann dagegen nicht unbedingt als passives Einkommen gewertet werden. Hier kauft man, ähnlich wie beim Handel mit Aktien, NFTs und verkauft sie mit Gewinn weiter. Obwohl sich hier Gewinne erwirtschaften lassen, setzt das Flippen von NFTs den aktiven Handel und damit einen eigenen Zeitaufwand voraus.

Wie Kryptowährungen auch verbrauchen die Erstellung und der Handel mit NFTs große Mengen an Rechenleistung und Energie. Ebenso wie die gängigen Kryptowährungen ist der Handel mit NFTs nicht reguliert. Dadurch bewegen sich Investor/innen in einem hoch spekulativen Markt, der den Aufbau von langfristig stabilem passiven Einkommen schwierig gestaltet. Statt regelmäßiger Auszahlungszyklen ist mit stark schwankenden Erträgen zu rechnen.

Weitere Informationen zu NFTs und speziell ihren potenziellen Einfluss auf die Immobilienwelt besprechen wir in unserem Podcast:

Weitere Informationen zu NFTs und speziell ihren potenziellen Einfluss auf die Immobilienwelt besprechen wir in unserem Podcast.

Immobilien

Ein Klassiker des passiven Einkommens sind Mieteinnahmen aus Immobilien. Im Gegensatz zu den bisher erwähnten digitalen Möglichkeiten, Passiv-Einkommen zu erzielen, bieten Immobilien als Sachwert eine greifbare Investition. Frei nach dem Motto: «Jeder Mensch muss irgendwo wohnen» sind Immobilien eine Investition, die je nach Lage der Immobilie ihre Attraktivität beibehält. Das Aufkommen von Kryptopwährungen scheint auf den ersten Blick eine grundlegene Neuerung in die Finanz- und Investmentmärkte zu bringen. Der Immobilienmarkt allerdings hat sich nicht verändert. Er ist weiterhin einer der besten Optionen für den Aufbau passiver Einkommensströme.

Vorteile des passiven Einkommens durch Immobilienbesitz:

  • Regelmässige monatliche Mieteinnahmen über einen langen Zeitraum hinweg
  • Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals je nach Lage der Immobilie 
  • Real greifbarer Wert, der von den modernen Entwicklungen auf den Märkten vermutlich kaum beeinflusst wird, und der wiederverkaufbar ist
  • Grosse Auswahl an Erfahrungswerten und Partnern, da die Vermietung von Immobilien eine Jahrhunderte alte Strategie zum Erzielen passiven Einkommens ist

So baut man passives Einkommen über Immobilien auf:

Eigene Strategie und Budget festlegen

Wie oben erwähnt sollte der erste Schritt immer die Entwicklung einer eigenen Anlagestrategie zum Aufbau von passivem Einkommen sein. Hier sollte festgelegt werden, wie viel Eigenkapital bereits vorhanden ist oder noch angespart werden muss, um die eigene Immobilie zu kaufen und zu vermieten. Und auch, wie hoch die erzielten Mieteinnahmen sein sollten, um sowohl die Anschaffungskosten zu amortisieren als auch das eigene Vermögen zu steigern. 

Finden des geeigneten Objekts

Mit der eigenen Budgetplanung kann die Suche nach einem geeigneten Objekt beginnen. Bei der Wahl sollten folgende Kriterien bedacht werden: Kaufpreis und Kaufnebenkosten, Situation auf dem lokalen Wohnmarkt, Attraktivität der Lage, Risiken, baulicher Zustand und mögliche Höhe der Mieteinnahmen. Auch die Rückstellungen für regelmässige Instandhaltung und Renovationen in den nächsten Jahrzehnten sollten bereits mit berücksichtigt werden. Planung und Kalkulation im Detail sind hier besonders wichtig und sollten idealerweise mit erfahrenen, routinierten Partner/innen durchgeführt werden.

Auslagern der Verwaltungsaufgaben der Instandhaltung

Damit eine Immobilie wirklich passives Einkommen erzielt und nicht zum Nebenjob wird, sollte die Verwaltung und die Instandhaltung an Fachpersonen ausgelagert werden. Wickelt man diese Punkte selbst ab, ist man wieder aktiv mit seiner Zeit an das Einkommen gebunden. Werden diese Punkte berücksichtigt, ist das Vermieten von Immobilien eine der bewährtesten Möglichkeiten, um dauerhaft passives Einkommen zu erwirtschaften. 

Darüber hinaus hat der Besitz von Immobilien einen weiteren, grossen Vorteil beim Aufbau von passivem Einkommen: Immobilien werden von Banken als Sicherheiten akzeptiert, um weiteres Kapital aufzunehmen. Dadurch ermöglichen sich dem oder der Besitzer/in bei Bedarf die Möglichkeit, den eigenen Kapitalstock kurzfristig zu hebeln, um weitere Einkommensströme aufzubauen.

Fazit: Optimales passives Einkommen

Wie baut man nun sein optimales passives Einkommen auf? Indem man seine eigene persönliche Strategie erarbeitet, in welche die eigenen Stärken und der eigene Wissensstand einfliessen. Die 5 aufgelisteten Möglichkeiten zur Erzielung passiven Einkommens beruhen alle auf dem Prinzip, dass man einen Grundwert anschafft, der dann passive Geldströme erzeugt. Dabei sollten idealerweise nicht nur die passiven Geldströme stabil sein, sondern auch der Grundwert nicht an Substanz verlieren.

Bei den neuen, digitalen Anlageformen wie Kryptowährungen und NFTs braucht es ein tiefes technisches Verständnis der Prozesse, auf denen die Wertsteigerung beruht. Genau wie bei Aktien muss beurteilt werden können, ob die Grundeinheit, also die einzelne Aktie, das NFT oder der Krypto-Coin, in die eigene langfristige Anlagestrategie passt. Nur so kann die Gefahr von Wertverlusten berücksichtigt werden. Die Volatilität bei Aktien und digitalen Währungen ist an die Märkte gebunden, die erfahrungsgemäss krisensensibel sind. 

Immobilien und Immobilien-Crowdlending dagegen haben beide einen grossen Vorteil gegenüber Aktien oder Krypto-Produkten: Bei der Auswahl geeigneter Objekte können über Jahrzehnte hinweg Steigerungen des Grundwerts erzielt werden. Darüber hinaus erwirtschaften sie ein regelmässiges passives Einkommen.

Bei allen 5 Arten des passiven Einkommens ist fundiertes Grundwissen von elementarer Bedeutung. Die Informationssuche vor dem Investment ist entscheidend. Für die Umsetzung sollte man starke Partner/innen sowie geeignete Plattformen auswählen. So kann man sicherstellen, dass das Grundinvestment in das eigene passive Einkommen auf soliden Füssen steht.

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