Immobilienbesitz, Investieren, Markt

Immobilienblase in der Schweiz – begründete Angst oder Panikmache?

24. Oktober 2019

Eine geplatzte Immobilienblase, also ein markanter Abfall der Liegenschaftspreise in kurzer Zeit – Viele Investoren befürchten, dass ein solches Szenario bald eintritt, auch in der Schweiz. Zu Recht?

Rufen wir uns zunächst kurz ins Gedächtnis, was eine Blase im finanziellen Sinn ist:

Eine Blase liegt dann vor, wenn sich die Preise in einem Markt zunehmend von einer rationalen Entwicklung entfernen, wenn sie also massiv stärker steigen als der objektive Wert der gekauften Investments oder Waren. Verantwortlich dafür ist eine stark erhöhte Nachfrage, etwa ausgelöst durch einen medialen «Hype». Fehlen bremsende Einflüsse (beispielsweise durch den Gesetzgeber), liegen die Preise irgendwann so weit vom realistischen Wert der Ware oder des Investments weg, dass die Nachfrage einbricht: Die Blase platzt.

Ein anschauliches Beispiel für eine solche Blase ist die Tulpenmanie in den Niederlanden im 17. Jahrhundert. Die Tulpe war ein äusserst begehrtes Statussymbol der Oberschicht. Aufgrund der extremen Nachfrage stieg der Preis für einzelne Blumen über einen Zeitraum von mehreren Jahren teilweise bis auf den Gegenwert eines Stadthauses – nur um danach innert kürzester Zeit wieder zu zerfallen. 

Ähnliche, wenn auch nicht immer dermassen extreme Szenarien lassen sich auch in der heutigen Zeit verfolgen, sei es bei Aktien, Immobilien oder jüngst auch Kryptowährungen. 

Immobilienblase in der Schweiz – ja oder nein?

Wie sieht nun also die Situation auf dem Schweizer Immobilienmarkt aus – Kann von einer Blase die Rede sein?

Werfen wir dazu zunächst einen Blick auf die Preisentwicklung:

Preisentwicklung Schweizer Immobilienmarkt 1996 - 2019

Innerhalb der letzten 23 Jahre sind die hiesigen Immobilienpreise im Durchschnitt um gut 60 % gewachsen. Ein Preiswachstum von rund 2.7 % pro Jahr deutet nicht auf eine Blasenbildung hin, zumal die Preise aktuell bereits leicht unterhalb des Höchststandes von 2017 liegen.

Auch diverse Branchenbeobachter sehen aktuell keine Blase. Moneypark beispielsweise schätzt im aktuellen Real Estate Risk Index das Blasenrisiko bei 3.7 von 6 möglichen Punkten ein. Obwohl die Risiken zunehmen, bewertet der Hypothekenvermittler den Immobilienmarkt als «grundsolide».

Dafür verantwortlich ist unter anderem der beständig niedrige Verschuldungsgrad der Haushalte: Rund 55 % beträgt der durchschnittliche Fremdkapitalanteil beim Hauskauf – Laut Moneypark nehmen die Risiken erst bei 66 % stärker zu. Zu den risikomindernden Faktoren zählen auch die rekordtiefe Arbeitslosenquote von nur 2.2 % sowie die neue Selbstregulierung der Banken bei der Hypothekenvergabe ab 2020.

Auch die UBS attestiert dem Immobilienmarkt in der Schweiz ein niedriges Risiko einer Immobilienblase. Seit dem zweiten Quartal 2017 verzeichnet die Grossbank eine sinkende Blasengefahr in ihrem Swiss Real Estate Bubble Index. Mit 0.78 von maximal 3 Punkten befindet sich dieser aktuell gar in der «Boom»-Zone – auch hier unter anderem aufgrund der niedrigen Hypothekarverschuldung der Haushalte sowie der leicht abnehmenden Bautätigkeit. 

Fazit

Platzende Blasen an den Finanzmärkten können grosse Schäden anrichten – Man denke an die Dotcom-Blase 2001 oder die Immobilienblase in den USA 2007. Entsprechend wichtig ist für Investoren ein gesunder Blick für die Anzeichen einer solchen Entwicklung.

Wenden wir diesen Blick auf die aktuelle Situation auf dem Schweizer Immobilienmarkt an, stellen wir fest, dass viele Faktoren gegen eine Immobilienblase auf dem Schweizer Immobilienmarkt sprechen. 

Diese Faktoren sind natürlich ständig in Bewegung. Daher empfiehlt sich für Investoren eine stetige Beobachtung des Marktes, um eventuelle Verschlechterungen frühzeitig erkennen zu können.

Hohe Sicherheit bei Crowdhouse

Crowdhouse legt grossen Wert darauf, dass die angebotenen Immobilien langfristig rentierende Investments sind, auch unter schwierigeren Marktbedingungen: 

  • Strenge Prüfung: Nur die besten 5 % der Crowdhouse angebotenen Immobilien werden an Kunden weitervermittelt.
  • Konservative Finanzierung: Im Miteigentumsmodell beträgt der durchschnittliche Fremdkapitalanteil nur 60 %.
  • Aktive Bewirtschaftung: Das Real Estate Asset-Management-Team setzt sich täglich für einen hohen Vermietungsstand und zufriedene Mieter ein

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Im Zusammenhang mit Immobilienanlagen bestehen diverse Risiken (u.a. Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen, Bewertungsrisiko, Marktrisiko bezüglich Mieterträgen, Zinsentwicklung, begrenzte Liquidität im Immobilienmarkt, Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung, Instandsetzung- und haltung von Liegenschaften). Eine nicht abschliessende Aufzählung solcher Risiken kann unter https://crowdhouse.ch/de/risikohinweise abgerufen werden. Es wird empfohlen, sich vor jeder Investition in Immobilienanlagen von einem Finanz- und/oder Steuerexperten beraten zu lassen.