Amortisation

Immobilienbesitz, Markt

Hypotheken-Serie Teil 4: Amortisation

7. Januar 2020

Hypothekardarlehen sind ein allgegenwärtiges Thema und aus dem Immobilienmarkt nicht wegzudenken. Vor allem im aktuellen Niedrigzinsumfeld werben Finanzinstitute mit immer attraktiveren Angeboten. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten und das passende Angebot zu finden. In unserer fünfteiligen Serie zum Thema zeigen wir Ihnen die wichtigsten Aspekte, die es bei der Wahl einer Hypothek zu beachten gibt, sowie weitere relevante Faktoren.

Im vierten Teil der Hypotheken-Serie geht es um die Amortisation der Hypothekarschuld. Aus dem Französischen abgeleitet von «amortir», bedeutet die Amortisation nichts anderes als eine schrittweise Tilgung der Schuld. Wird eine Liegenschaft zu mehr als zwei Dritteln belehnt, muss die Hypothekarschuld innerhalb von 15 Jahren oder bis zum Beginn der Pension des Eigentümers auf zwei Drittel des Belehnungswertes amortisiert werden. Ist die Belehnung tiefer als 66.67 %, besteht kein Amortisationszwang.

Amortisation der Hypothek: 2 Möglichkeiten

Eine Amortisation kann direkt oder indirekt erfolgen. Bei der direkten Amortisation wird in regelmässigen Abständen ein Teil der Hypothek zurückgezahlt. Die Höhe der Hypothek reduziert sich nach jeder Rückzahlung und dadurch verringern sich auch die Zinskosten. Bei der indirekten Amortisation hingegen bleibt die Höhe der Hypothek immer gleich hoch. Anstatt einer regelmässigen Rückzahlung an die Bank wird auf ein Konto der Säule 3a einbezahlt. Das so angesparte Kapital wird zu Gunsten der Bank verpfändet und dient als Sicherheit. Spätestens bei der Pensionierung wird dieses ausbezahlt und muss für die Rückzahlung der Hypothek verwendet werden.

Ein Vorteil der indirekten gegenüber der direkten Amortisation: Durch die gleich bleibende Hypothekarschuld und die gleichzeitige Einzahlung in die Säule 3a können Steuern gespart werden. Planen Sie jedoch, die letzten Jahre vor dem Ruhestand ruhiger zu gestalten, indem Sie das Arbeitspensum reduzieren, kann eine direkte Amortisation mehr Sinn machen: so müssen Sie sich im Alter keine Sorgen um einen Schuldenberg aus der Hypothek machen, da dieser bereits abgebaut ist.

Vor- und Nachteile der direkten Amortisation:

Vor- und Nachteile der indirekten Amortisation:

Fazit

Wer es sich leisten kann, regelmässige Amortisationszahlungen vorzunehmen und zusätzlich in die Säule 3a einzuzahlen, für den lohnt sich die direkte Amortisation. Ansonsten ist für viele Hypothekarnehmer die indirekte Amortisation aufgrund der steuerlichen Vorteile attraktiver.

Mehr zum Thema

Sie möchten gerne mehr zum Thema Hypotheken erfahren? Lesen Sie in den nächsten Wochen die weiteren Teile unserer Hypotheken-Serie oder laden Sie jetzt den Ratgeber «10 Fragen, die Sie sich vor dem Abschluss einer Hypothek stellen sollten» kostenlos herunter.

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Im Zusammenhang mit Immobilienanlagen bestehen diverse Risiken (u.a. Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen, Bewertungsrisiko, Marktrisiko bezüglich Mieterträgen, Zinsentwicklung, begrenzte Liquidität im Immobilienmarkt, Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung, Instandsetzung- und haltung von Liegenschaften). Eine nicht abschliessende Aufzählung solcher Risiken kann unter https://crowdhouse.ch/de/risikohinweise abgerufen werden. Es wird empfohlen, sich vor jeder Investition in Immobilienanlagen von einem Finanz- und/oder Steuerexperten beraten zu lassen.