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Geld sicher anlegen & investieren – die besten Kapitalanlagen im Vergleich

22. April 2021

Sie wollen Geld anlegen und Ihr Kapital vermehren, für die eigene Altersvorsorge, für Kinder oder die Erfüllung eines Wunschtraums? Die Frage, wie Geld am besten investiert und angelegt wird, ist ohne Vorkenntnisse schwierig. In diesem Beitrag erfahren Sie, nach welchen Anlagegrundsätzen Sie Ihr Geld anlegen sollten, wie Sie mit einer guten Anlagestrategie nachhaltig Rendite schöpfen und ob Sie eher auf Sicherheit oder auf Rendite setzen sollten.

Definition Geldanlage

Mit einer Geldanlage, die man auch Vermögensanlage oder Kapitalanlage nennt, investieren Sie Geldbeträge. Ob Sie Ihr Kapital für die eigene Rente, für Kinder oder Enkel oder für einen privaten Zweck investieren wollen, eines bleibt gleich: Beim Geld anlegen verfolgt man das Ziel, Gewinn bzw. Wertzuwachs zu erwirtschaften. Oft wird der Begriff daher synonym für Aktien oder Wertpapiere genutzt. Aber dies sind nur einige Möglichkeiten, um sein Kapital zu vermehren. Der Begriff der Geldanlage umfasst ein sehr breites Spektrum. Geldanlagen unterscheiden sich grob hinsichtlich dieser Kategorien:

  • Sicherheit
  • Rentabilität
  • Liquidität

Eine Vermögensanlage soll möglichst sicher vor Verlusten, rentabel hinsichtlich des Ertrags und liquide im Sinne der ständigen Verfügbarkeit des Geldes sein. Diese drei Punkte bilden das „magische Dreieck der Vermögensanlage“. Geld anlegen können Sie in klassischen Geldanlagen, aber auch in Aktien und Wertpapiere oder Sachwerte wie Immobilien oder Kunstwerke. Grosses Wachstum erlebt aktuell der Bereich der FinTechs, der unter anderem Crowd Lending oder Krypto-Währungen umfasst. Je nach Geldanlage muss mehr oder weniger Aufwand für die Verwaltung betrieben werden. Anleger, die eine höhere Rendite erwirtschaften möchten, müssen risikobereit sein. Sicherheitsbewusste Anleger verzeichnen dagegen meist eine geringere Rendite. Eine Geldanlage birgt aber grundsätzlich immer ein gewisses Risiko. Je nach Anlegermentalität eignen sich unterschiedliche Geldanlagen für Sie.

Die wichtigsten 5 Anlagegrundsätze einer Geldanlage

Damit Ihr Geld optimal angelegt ist, sollten Sie sich unbedingt mit den Anlagegrundsätzen vertraut machen. Bauen Sie sich eine Anlagestrategie mit Hilfe der Anlagegrundsätze auf. Zu den Anlagegrundsätzen zählen das Anlageziel, der Anlagehorizont, den Anlagebetrag, der persönliche Anlegertyp sowie Kosten und Gebühren, die je nach Geldanlage anfallen können. Nachfolgend zeigen wir Ihnen die 5 Anlagegrundsätze zum Geld anlegen im Überblick. Gern können Sie sich unseren praktischen Leitfaden „Grundlagen der Geldanlage“ hier herunterladen.

Anlagegrundsätze: Diese 5 Punkte müssen Sie unbedingt vor dem Anlegen für sich klären

1. Bestimmen Sie Ihr Anlageziel

Im ersten Schritt bestimmen Sie Ihr Anlageziel. Ohne ein formuliertes Ziel lässt sich keine passende Strategie entwickeln und definieren. Mögliche Anlageziele können sein:

  • Sicherung und Aufbau einer Altersvorsorge
  • Sparen für eine bestimmte Anschaffung
  • mittelfristige Finanzierung einer Lebensphase (Studium, Hochzeit, Kinderwunsch)
  • Vermögensaufbau und Kapitalvermehrung

Für eine nachhaltige, erfolgreiche Anlagestrategie ist Schuldenfreiheit die Grundvoraussetzung.

Hier gehts zum weiterführenden Artikel «Sicherheit im Rentenalter»

2. Legen Sie Ihren Anlagehorizont fest

Nun folgt der zweite Schritt: Definieren Sie Ihren Anlagehorizont und legen Sie ihn fest. Ihr Anlagehorizont bestimmt sich über die Faktoren des magischen Dreiecks. Zu den Faktoren zählen die Rendite, die Sicherheit und die Liquidität, also die Verfügbarkeit der Geldanlage. Diese drei Aspekte stehen miteinander in Beziehung. Jede Geldanlage unterscheidet sich in den genannten Aspekten und lässt sich an anderer Stelle im „magischen Dreieck“ platzieren. Dabei gelten die folgenden Prämissen:

  • Je höher die Rendite einer Geldanlage, desto geringer sind Sicherheit und Liquidität.
  • Je geringer die Rendite einer Geldanlage, desto höher sind Sicherheit und Liquidität.

Sie müssen also risikobereit sein, wenn Sie eine hohe Rendite mit Ihrer Geldanlage erwirtschaften möchten. Setzen Sie eher auf Sicherheit, dann senken Sie das Risiko für Verluste, aber die Rendite wird dann auch geringer ausfallen. Das magische Dreieck sagt damit aus, dass beim Geld anlegen immer nur zwei der drei Ziele gleichzeitig erreicht werden können, während das dritte Ziel vernachlässigt werden muss:

  • Hohe Sicherheit und hohe Liquidität bedeuten geringe Rentabilität.
  • Hohe Rentabilität und hohe Liquidität bedeuten geringe Sicherheit.
  • Hohe Rentabilität und hohe Sicherheit bedeuten geringe Liquidität.

Crowdhouse bietet Ihnen einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont an.

Das magische Dreieck der Vermögensanlage

3. Definieren Sie Ihren Anlagebetrag

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihr Vermögen, damit Sie besser einschätzen können, wie viel Kapital Sie investieren können und wollen. Die Investition sollte nicht für Ihren derzeitigen Lebensunterhalt benötigt werden. Achten Sie bei Ihrem Anlagebetrag unbedingt auf Diversifikation: Das vorhandene Investitionskapital sollte nie in eine einzige Geldanlage investiert werden. Streuen Sie Ihre Investition auf mehrere Geldanlagen, um das Verlustrisiko zu minimieren. Bei Crowdhouse können Sie Ihr Investitionskapital zum Beispiel auf mehrere Objekte streuen. Damit erreichen Sie eine vorteilhafte, breite Diversifikation.

4. Ermitteln Sie Ihren persönlichen Anlegertyp

Als nächstes legen Sie Ihren persönlichen Anlegertyp bzw. Investitionstyp fest. Dieser orientiert sich an zwei Aspekten des magischen Dreiecks. Sind Sie eher sicherheitsbewusst oder eher risikobereit? Grundsätzlich werden diese drei Anlegertypen unterschieden:

  • der konservative Typ
  • der ausgewogene Typ
  • der opportunistische Typ

Anlegertypen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Bedürfnisses nach Sicherheit und nach ihrer Risikobereitschaft. Der konservative Anlegertyp setzt beim Geld anlegen den Fokus auf Sicherheit und möchte nur geringe Risiken eingehen. Der ausgewogene Anlegertyp hat sein Hauptaugenmerk auf Sicherheit und Rendite und wünscht sich zwischen diesen beiden Faktoren ein ausgewogenes Verhältnis. Der opportunistische Anlegertyp setzt auf Rendite und ist bereit, grössere Risiken einzugehen. Entscheiden Sie nun, welcher Anlegertyp Sie sind.

5. Achten Sie auf Kosten und Gebühren

Zum Schluss sollten Sie sich mit den Kosten und Gebühren von Geldanlagen auseinandersetzen. Eine Geldanlage ist in den seltensten Fällen kostenlos. Und die Kosten sollten Sie je nach Anlageart auch nicht unterschätzen. Informieren Sie sich vor jedem Investment ausführlich über die anfallenden Kosten und Gebühren! Oft sind es versteckte Kosten, die die Rendite schmälern. Beachten Sie, dass langfristige Vermögensanlagen meist kostengünstiger als kurzfristige Investments sind.

Möglichkeiten, Geld anzulegen und zu investieren

Nutzen Sie nun Ihre zuvor festgelegte Anlagestrategie, um sich für eine passende Geldanlage zu entscheiden. Das ist trotz Strategie nicht immer einfach, weil es so viele Geldanlagen gibt. Zudem sollten Sie Ihr Kapital nicht in eine einzige Geldanlage investieren. Eine Risikostreuung schützt Sie vor grösseren Verlusten. Wir stellen Ihnen nun einige klassische, chancenreiche und sicherheitsbewusste Möglichkeiten für Geldanlagen vor und haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Anlageformen im Überblick

Hier können Sie sich gern unseren Leitfaden zu den gängigsten Anlageklassen kostenlos herunterladen.

Klassische Geldanlagen

Klassische Geldanlagen eignen sich für sicherheitsbewusste Anleger, die kein Risiko eingehen wollen. Allerdings muss man sich dann mit dem reinen Kapitalerhalt oder sogar mit einem kleinen Verlust zufriedengeben. Der Vermögensaufbau in der aktuell andauernden Niedrigzinsphase bzw. in Zeiten von Negativzinsen ist mit klassischen Geldanlagen praktisch unmöglich. Mit einem minimalem Verlustrisiko sind klassische Geldanlagen allerdings zweifellos sehr sicher.

Zu den klassischen Geldanlagen gehören:

  • Sparkonten
  • Callgeld-Anlagen
  • Festgeldkonten
  • klassische Lebensversicherungen

Sparkonten, Callgeld-Anlagen und Festgeldkonten

Spar- und Festgeldkonten gelten als besonders sichere Anlageformen. Die Aussicht auf Rendite ist hier jedoch kaum gegeben. In der Regel sind diese Konten immerhin gebührenfrei und verursachen keine weiteren Kosten. Sparkonten und Callgeld sind kurzfristige Geldanlagen. Sie zeichnen sich durch kurze Kündigungsfristen, keine feste Laufzeit und eine hohe Liquidität aus. Der Zinssatz ist nicht festgeschrieben und kann sich täglich ändern.

Auf ein Sparkonto und eine Callgeld-Anlage können Sie jederzeit Geld einzahlen und auf Wunsch wieder abheben; für Callgeld bekommen Sie einen etwas höheren Zinssatz. Ihr Sparbetrag ist jederzeit frei verfügbar – Sie sind liquide. Für Callgeld müssen Sie allerdings einen Mindestbetrag von 250.000 bis 1 Mio. CHF (oder das Äquivalent in Fremdwährungen) einzahlen. Auf den Zinsertrag fällt ausserdem eine Verrechnungssteuer von 35 % an. Für einen Rückzug fallen in der Regel Gebühren an.

Festgeldkonten sind im Unterschied dazu Termineinlagen, die zu den mittelfristigen Geldanlagen gehören. Sie legen hier einen Sparbetrag für einen vereinbarten Zeitraum an. In diesem Zeitraum können Sie über Ihr Kapital nicht verfügen. Der Zinssatz wird für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Die Zinsen bei Festgeldkonten sind deshalb höher als die bei Spargeldkonten oder Callgeld.

Klassische Lebensversicherungen

Auch die Lebensversicherung gehört zu den klassischen Geldanlagen. Die Renditechancen sind hier durch das Niedrigzinstief ebenfalls sehr gering. Dennoch erhalten Sie bei einer klassischen Lebensversicherung mehr Zinsen als auf Callgeld oder ein Festgeldkonto. Gemischte Lebensversicherungen sind die beliebteste Form. Sie dienen dem Kapitalaufbau und beinhalten gleichzeitig eine Todesfallversicherung für Hinterbliebene. Lebensversicherungen dienen der privaten Vorsorge und bilden neben AHV und beruflicher Vorsorge die dritte Säule der Altersvorsorge.

Unterschieden werden muss zwischen Lebensversicherungen der gebundenen Vorsorge und der freien Vorsorge: Erstere wird steuerlich begünstigt, aber das Kapital ist zweckgebunden. Das heisst, das angesparte Geld kann frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen Pensionsalter ausgezahlt werden. Eine stetige Verfügbarkeit bzw. Liquidität des Geldes ist demnach nicht gegeben. Schliessen Sie eine Lebensversicherung der freien Vorsorge ab, entfällt zwar die steuerliche Begünstigung, dafür können Sie die Laufzeit Ihrer Anlage frei wählen.

Vorsorgemöglichkeiten in diesem Sinne können klassische und fondsgebundene Lebensversicherungen sein. Letztere gehören nicht ausschliesslich zu den klassischen Anlageprodukten, sondern sind teilweise auch als Wertpapier einzuordnen. Als gebundene Vorsorge können nur klassische Lebensversicherungen abgeschlossen werden. Welche Lebensversicherung für Sie am ehesten in Frage kommt, hängt von Ihrem Sparziel ab. Ein Vergleich unterschiedlicher Anbieter ist ratsam.

Wertpapiere

Als Wertpapiere werden verschiedene Finanzinstrumente, aber auch Geldanlagen bezeichnet. Nach dem schweizerischen Obligationenrecht Art. 965 werden Wertpapiere wie folgt definiert: «Wertpapier ist jede Urkunde, mit der ein Recht derart verknüpft ist, dass es ohne die Urkunde weder geltend gemacht noch auf andere übertragen werden kann.»

Zu den wichtigsten Wertpapieren gehören:

  • Aktien
  • ETFs und Fonds
  • Anleihen
  • Zertifikate

Mit einer Geldanlage in Form von Wertpapieren nehmen Sie zwar ein höheres Risiko in Kauf, aber die Renditechancen gegenüber klassischen Geldanlagen sind um einiges attraktiver.

Aktien

Aktien sind Unternehmensanteile. Für Ihre Investition erhalten Sie im Gegenzug Aktionärsrechte. Die Rendite dieser Geldanlage hängt stark vom Erfolg und der Entwicklung des jeweiligen Unternehmens ab. Aktien eignen sich eher für erfahrene Anleger und Experten, die sich am Aktienmarkt auskennen. Da Aktien meist über die Börse gehandelt werden, ist ihre kurzfristige Verfügbarkeit gewährleistet – sie sind liquide.

Allerdings unterliegen Aktien starken Kursschwankungen des Marktes, was zu hohen Verlusten führen kann. Mit einer Verteilung Ihres Kapitals auf Aktien unterschiedlicher Firmen (idealerweise auch unterschiedlicher Branchen) können Sie das Risiko streuen – trotzdem ist der Aktienhandel in der Regel mit einem mittleren bis hohen Risiko verbunden.

ETFs und Fonds

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden einen bestehenden Aktien- oder Rentenindex ab, zum Beispiel den DAX. Der ETF kopiert den Index, sodass die Anleger keine weiteren aktiven Entscheidungen treffen müssen. Fonds bündeln Aktien unterschiedlicher Unternehmen, sodass Sie nicht jede Aktie einzeln kaufen müssen. Ein Fonds wird im Gegensatz zu ETFs aktiv durch einen Fondsmanager verwaltet. Dies erzeugt weitere Kosten, die bei den ETFs nicht anfallen. ETFs werden also passiv verwaltet. Eine immense Kostersparnis macht sich hier gerade bei langen Laufzeiten bemerkbar.

Zu den aktiven Fonds gehören:

  • Aktienfonds
  • Rohstofffonds
  • Geldmarktfonds
  • Rentenfonds
  • Immobilienfonds

Aktive Investmentfonds sind meist nicht sehr transparent und die Anlagestrategie ist schwer nachvollziehbar. ETFs sind transparenter und leichter verständlich, ausserdem mit verhältnismässig wenig Risiko verbunden. Geldanlagen in Form von Fonds und ETFs gehören zum Sondervermögen und sind somit geschützt. Das bedeutet: Geht ein ETF pleite, gehören Ihnen die Fondsanteile trotzdem. Mit einem Fonds können Sie Renditen in Höhe des Marktdurchschnitts oder kurz darüber erzielen. Mit ETFs profitieren Sie von der positiven Gesamtentwicklung des Marktes.

Anleihen

Eine Anleihe ist ein an der Börse handelbares, festverzinsliches Wertpapier. Sie bezeichnet das Recht auf Rückzahlung einer Kreditsumme zzgl. Zinsen. Anleihen gehören mit zu den sichersten Wertpapieren. Sie werden auch Obligationen oder Schuldverschreibungen oder auf Englisch Bonds genannt. Sie investieren mit einer Anleihe entweder in ein Unternehmen oder in einen Staat, aber auch in Banken oder Institutionen. Für die Herausgabe der Anleihe erhält zum Beispiel der Staat oder das Unternehmen einen Kredit. Der Investor erhält für die vereinbarte Laufzeit regelmässig feste oder variable Zinsen und zum Laufzeitende eine feste Rückzahlung. Die Zinsen einer Anleihe sind in der Regel höher als die für ein Sparkonto. Sinken die Zinsen am Markt, steigen die Kurse der Anleihe. Steigen die Zinsen am Markt, dann fallen die Preise für die Anleihe. Anders als bei Aktien wird der Investor hier kein Teileigentümer. Auch Anleihen eignen sich eher für erfahrene Anleger.

Zertifikate

Zertifikate sind eine speziellere Form von Anleihen. Diese Anleihen werden von Banken herausgegeben. Sie beinhalten bestimmte Bedingungen für die Verzinsung und die Rückzahlung. Zertifikate können ausserhalb der Börse oder an der Börse gehandelt werden. Mit einem Zertifikat erwirbt man nicht einen Anteil eines Unternehmens, wie bei Aktien, und auch kein Sondervermögen wie bei einem Fond. Man leiht vielmehr dem Herausgeber des Zertifikats Geld. Der Investor erhält eine Gegenleistung, zum Beispiel in Form eines Gewinns, den etwa der DAX in diesem Zeitraum abbildet. Zinsen sind keine Gegenleistung bei Zertifikaten. Meist sind Banken die Herausgeber von Zertifikaten, sie werden auch Emittenten genannt. Der Markt der Zertifikate ist nicht transparent. Zudem sind Zertifikate teuer und das Verlustrisiko ist sehr gross. Zertifikate erzielen allerdings höhere Gewinne als Spareinlagen.

Immobilien

Die richtige Immobilie kann eine sehr gute Geldanlage sein, denn sie ist wertstabil und inflationssicher. Viele Immobilienarten eignen sich, um Rendite zu erwirtschaften. Das können Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Geschäftsgebäude, aber auch Industrieanlagen oder andere sein. Um mit einer Immobilie Rendite zu erwirtschaften, haben Sie zwei Möglichkeiten, die sich in der Höhe des Startkapitals und im späteren Verwaltungsaufwand unterscheiden:

  1. Rendite durch die Vermietung einer eigenen, sogenannten Rendite-Immobilie
  2. Rendite durch Investition in Rendite-Immobilien mittels Crowd Investing

Immobilien als Rendite-Immobilie

Eine Immobilie als Geldanlage wird in diesem Kontext als Rendite-Immobilie oder Rendite-Objekt bezeichnet. Nach dem Kauf einer Immobilie vermieten Sie diese weiter. Durch die Vermietung erzielen Sie Einnahmen, mit denen Sie zunächst die Hypothek tilgen, aber auch Verwaltungs- und Reparaturkosten bezahlen. Sobald die Mieteinnahmen höher sind als die Kosten, erwirtschaften Sie eine Rendite. Eine Immobilie in der richtigen Lage kann ein gute Altersvorsorge bzw. eine Möglichkeit zum Vermögensaufbau sein. Der Nachteil: Wenn Sie nicht bereits im Besitz einer Immobilie sind, die vermietet werden kann, benötigen Sie ein hohes Startkapital. Bei Finanzierung verlangen Schweizer Banken einen Eigenkapitalanteil von mindestens 25 %. Ein Rendite-Immobilie verlangt auch ständigen Verwaltungsaufwand. Die Bewirtschaftung der Immobilie kann aber einer Firma übertragen werden. Eine Alternative zum Kauf einer Rendite-Immobilie ist das Crowd Investing.

Crowd Investing

Mit Crowd Investing können Sie selbst mit einem geringen Startkapital in Rendite-Immobilien investieren. Über Online-Plattformen investieren Sie gemeinsam mit einer Crowd: einer Gruppe von Investoren, die ihr Geld entweder in Bestandsimmobilien oder Bauvorhaben anlegen. Crowd Investing wird auch als Schwarmfinanzierung bezeichnet. Bereits mit einem niedrigen Startkapital können Sie so Investor werden. Sie müssen keinen Kredit aufnehmen. Weitere Vorteile sind kürzere Laufzeiten, was eine höhere Liquidität Ihres Geldes zur Folge hat, und Sie müssen nicht die Verwaltung des Gebäudes übernehmen. Crowd Investing ist eine beliebte und sehr rentable Geldanlage, die aber auch mit einem gewissen Risiko verbunden ist.

Sachwerte

Sachwerte gehören zu den alternativen Anlageformen. Sie kaufen ein Objekt relativ günstig ein und verkaufen es nach Wertsteigerung zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewinn. Hierzu eignen sich Dinge, die besonders wertvoll, schön oder einfach selten sind. Die meisten Investitionen von Sachwerten können auch in Form von Aktien bzw. Fonds erworben werden. Sachwerte als Geldanlage haben Vor- und Nachteile. Mit reinen Sachwerten können Sie hohe Gewinne unabhängig von der Börse und von Zinsen erzielen. Möglicherweise können Sie sogar mit Ihren Interessen oder Ihrem Hobby Geld verdienen. Bei steigender Inflationsrate erweisen sich Sachwerte meist als krisensicherer. Natürlich sind gewisse Marktkenntnisse und Fachwissen erforderlich. Bei Sachwerten ist meist nur eine langfristige Wertsteigerung möglich. Für eine kurzfristige Rendite eignen sich Sachwerte eher nicht.

Rohstoffe und Edelmetalle

Auch in Rohstoffe, die in der Natur vorkommen, kann investiert werden.  Zu Rohstoffen gehören zum Beispiel:

  • landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Kaffee, Weizen und Zucker
  • fossile Energieträger wie Öl, Kohle und Gas
  • Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin, Palladium
  • Industriemetalle wie Aluminium, Stahl, Zink, Nickel und Kupfer

Gerade Edelmetalle sind eine beliebte Geldanlage, da sie ihren Wert nie ganz verlieren und nur begrenzt vorhanden sind. Sie sind in Form von Münzen oder Barren, aber auch als Wertpapiere verfügbar. Gold gehört zu den beliebtesten Edelmetallen, die als Vermögensanlage erworben werden. Dennoch unterliegt dieses Edelmetall genau wie andere grossen Schwankungen, die sich meist entgegengesetzt zu den Aktienkursen entwickeln. Auch Silber unterliegt starken Kursschwankungen, was auf der einen Seite hohe Renditechancen, auf der anderen Seite aber auch ein grosses Verlustrisiko birgt. Rohstoffe und Edelmetalle eignen sich gut zur Risikostreuung; je breiter Sie Ihr Kapital streuen, desto geringer ist das Risiko grosser Verluste. Eine Investition in Edelmetalle kann sehr risikoreich sein. Sie müssen die Marktentwicklung immer im Blick haben und notfalls schnell aktiv werden. Viele Experten raten, maximal 10 % seines Kapitals in Edelmetalle zu investieren. Ein weiterer Nachteil einer Anlage in Edelmetalle ist, dass hier keine jährliche Rendite erwirtschaftet wird. Eine rentable Investition kann sich über Jahre hinweg ziehen, dann aber sehr renditestark ausfallen. Deshalb empfiehlt es sich eher, in Barren oder Münzen aus Edelmetallen zu investieren, da diese wertstabiler sind als Wertpapiere und Edelmetall-Konten.

Kunst, Autos, Wein usw.

Neben Rohstoffen und Edelmetallen können auch andere Sachwerte als Geldanlagen dienen. Hier können Sie unter Umständen Ihr Hobby bzw. Ihre Interessen mit dem Geldverdienen verbinden. Sachwerte wie Kunst, Autos oder Weine können eine lohnende und rentable, aber meist ebenfalls langfristige Möglichkeit sein, um Vermögen aufzubauen. Bei Rohstoffen und Edelmetallen sind Marktkenntnisse unerlässlich. Doch auch bei vielen Sachwerten sind umfassende Kenntnisse erforderlich, denn nicht jeder Wein, jede Münze oder jedes Auto ist eine rentable Geldanlage.

Weitere Sachwerte, die als Geldanlagen genutzt werden können, sind:

  • Musikinstrumente
  • Schmuck bzw. Uhren
  • Münzen und Briefmarken
  • Kunstgegenstände
  • Weine und Whiskeys
  • Autos bzw. Oldtimer
  • Schallplatten, Comics
  • Porzellan

FinTechs

Bisher haben wir Ihnen einige Geldanlagen vorgestellt. Neben den klassischen Anlageprodukten, Wertpapieren, Immobilien und Sachwerten gibt es noch weitere Anlageformen, die interessant und rentabel sein können, aber auch mit einem gewissen Risiko verbunden sind. Die Rede ist von FinTechs. Der Ausdruck bedeutet Financial Services & Technology und bezeichnet eine digitale Geldanlage. Unternehmen bieten technologisch weiterentwickelte Finanzinnovationen in Form von Dienstleistungen an. Der Begriff Fintech wird meist mit den Unternehmen gleichgesetzt, die die Dienstleistung anbieten. FinTechs versprechen Kostenersparnis und Bequemlichkeit beim Geldanlegen. Zu ihnen gehören etwa mobile Zahlungsmöglichkeiten, Kreditvermittlungen, digitale Vermögensverwalter in Form von Software, Online-Kontenführungen und Krypto-Währungen. FinTechs treiben die Digitalisierung der Finanzprodukte voran. Wir stellen Ihnen drei Anlageformen von FinTechs vor.

Crowd Lending

Beim Crowd Lending investieren Sie ähnlich wie beim Crowd Investing gemeinsam mit einer Gruppe, der sogenannten Crowd. Sie finanzieren mit anderen Investoren Kredite für Privatpersonen oder Unternehmen. Die Kreditsumme wird dem Kreditnehmer durch die Crowd zur Verfügung gestellt. Crowd Lending ist eine digitale Kreditvermittlung und wird als moderne Alternative für Bankkredite gesehen. Über Online-Plattformen stellt der Kreditnehmer einen Kreditantrag. Die Prüfung erfolgt durch die Plattform. Bei Bewilligung wird der Antrag mit Beschreibung, Kreditsumme, Laufzeit und Zinsen online gestellt. Der Anleger kann sich nun für ein Angebot entscheiden. Beim Crowd Lending können Sie durch festgelegte Laufzeiten und Zinshöhen genau kalkulieren, wann und wie viel Rendite Sie einfahren werden. Die Anlage birgt aber auch ein Risiko: Kann der Kreditnehmer die Raten nicht mehr bedienen, dann droht Totalverlust der Geldanlage. Manche Crowd-Lending-Plattformen bieten deswegen Sicherungsinstrumente als Schutz an.

Robo Advisors

Ein Robo Advisor ist ein digitaler Vermögensverwalter oder auch Anlagehelfer in Form einer Software. In der Schweiz gibt es seit 2010 solche digitalen Anlagehelfer. Ein Robo Advisor ist ein auf Algorithmen basiertes System, das automatische Empfehlungen zu Vermögensanlagen gibt. Ausserdem kann er diese Empfehlungen selbst umsetzen. Robo Advisors investieren meist in ETFs. Sie managen Ihre automatisierte Anlagestrategie und stellen unterschiedliche Aktien für ein Portfolio zusammen. Die Anlagestrategie ist transparent und nachvollziehbar. Sie müssen die Fonds nicht selbst auswählen und brauchen keine grossen Marktkenntnisse mehr. Ein Robo Advisor verlangt ausserdem nur geringe Anlagesummen. Sie benötigen also kein hohes Startkapital. Die Kosten für einen Robo Advisor fallen niedriger aus als bei einer Bank. Sie betragen in etwa 0,3 bis 1,4 % des angelegten Kapitals pro Jahr. Ein Wert- oder Komplettverlust des Kapitals sollte allerdings einkalkuliert werden. Der Markt der Robo Advisors ist mittlerweile sehr gross. Ein Vergleich kann sich lohnen.

Krypto-Währungen

Etwa im Jahr 2008 wurden Krypto-Währungen als virtuelles und digitales Zahlungsmittel eingeführt. Heute gibt es mehr als 4.000 Krypto-Währungen weltweit und ihre Zahl wächst täglich. Diese Währungen werden in einem dezentralen Netzwerk geschaffen und verwaltet. Banken sind hier nicht involviert. Dadurch erhalten die Konsumenten ein gewisses Mass an Selbstbestimmung und Anonymität. Die Teilnehmer des Netzwerks verwalten die Transaktionen und generieren neue Einheiten der Währung, die sie dann mit Gewinn verkaufen können. Diesen Vorgang nennt man Krypto Mining. Neben dem Krypto Mining kommt die Krypto-Währung auch beim Währungshandel, an der Börse oder in Aktien zum Tragen. Die bekanntesten Krypto-Währungen sind:

  • Bitcoin
  • Ethereum
  • Bitcoin Cash
  • Litecoin
  • Ripple

Mit Krypto-Währungen können Sie eine hohe Rendite, aber auch gewaltige Verluste einfahren. Diese Art von Geldanlage ist also sehr riskant, denn am Markt herrschen grosse Schwankungen. Kleinere Krypto-Währungen können plötzlich ganz vom Markt verschwinden. Ausserdem wurden Krypto-Währungen bereits als Zahlungsmittel für illegale Transaktionen genutzt. Die Gesellschaft steht dem Thema deshalb sehr kritisch gegenüber. Da jeglicher Anlegerschutz fehlt, sollten Sie sich vor einer Investition sehr ausführlich informieren. Krypto-Währungen dienen nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch als sichere, schnelle und kosteneffiziente Alternativen für die Übertragung sensibler Daten. Sie können kurzfristig und mittelfristig sehr rentabel sein, aber ein hohes Risiko sollten Sie immer einkalkulieren.

10 Tipps, um Geld nachhaltig anzulegen und zu investieren

Beachten Sie diese grundlegenden Tipps, damit Ihre Geldanlage nachhaltig und rentabel ist:

  1. Tilgen Sie zuerst Ihre Schulden. Noch besser: Bauen Sie sich einen Puffer auf, bevor Sie in eine Geldanlage investieren.
  2. Legen Sie Ihre Anlagestrategie fest.
  3. Eine Geldanlage kann nicht alle drei Aspekte (Sicherheit, Rendite, Liquidität) des magischen Dreiecks erfüllen. Vergleichen Sie einzelne Anlageprodukte.
  4. Wählen Sie Ihre Geldanlage nach Ihrer festgelegten Anlagestrategie aus.
  5. Eine breite Streuung schützt vor Verlusten. Streuen Sie Ihr Geld in unterschiedliche Anlageformen mit unterschiedlichen Laufzeiten (Risikostreuung).
  6. Das Risiko sollte nur so gross sein, dass es getragen werden kann.
  7. Achten Sie unbedingt auf die Kosten, diese schmälern die Rendite.
  8. Kaufen Sie nur Anlageprodukte, die Sie verstehen.
  9. Vorsicht bei Zinsversprechen! Bleiben Sie realistisch.
  10. Aktuell erhalten Sie für sichere und klassische Geldanlagen kaum Zinsen bzw. Renditen. Banken erheben teilweise Negativzinsen.

Sicherheit oder Rendite?

Setzen Sie eher auf Sicherheit oder auf Rendite? Dies ist ein klassischer Zielkonflikt! Geldanlagen, die sicher sind, sind weniger rentabel. Rentable Geldanlagen sind wiederum immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Die Wahl Ihrer Anlageform hängt immer von Ihrer Anlagestrategie und Ihrer Anlegermentalität ab. Wir fassen für Sie noch einmal zusammen, welche Geldanlagen eher sicher und welche eher rentabel, aber risikoreich sind. Zudem zeigen wir auf, welche Geldanlagen hohe Liquidität aufweisen und welche nicht.

Renditestarke und sicherheitsbewusste Anlageformen

Zum weiterführenden Artikel «Risiko und Rendite hängen zusammen»

Fazit: Was ist die beste Geldanlage?

Was die perfekte Geldanlage für Anleger ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die für Sie optimale Geldanlage hängt von mehreren Faktoren ab, wie Ihrer Anlegermentalität, Ihren individuellen Bedürfnissen und Zielen. Eine individuelle Anlegerstrategie unterstützt Sie bei der Wahl der richtigen Geldanlage. Zudem ist eine Risikostreuung, also die Investition des Kapitals in mehrere Anlageprodukte, empfehlenswert. So minimieren Sie das Verlustrisiko und erhöhen die Renditechancen. Geldanlagen mit hoher Rendite sind auch mit einem höheren Risiko verbunden. Sicherheitsbewusste Anleger müssen eher auf Rendite verzichten. Investitionen in klassische Anlagen gehören zu den sichersten Anlageprodukten. Sachwerte wie Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle usw. sind durch ihren Sachwert wertstabil und inflationssicherer. Möchten Sie in Rendite-Immobilien investieren, dann unterstützt Sie das Team von Crowdhouse gern bei der Auswahl einer passenden Immobilie, sei es im Mieteigentum oder dem Alleinkauf einer Rendite-Immobilie. Crowd Investing kann eine gute Alternative zum Kauf von Rendite-Immobilien sein. Geldanlagen wie Wertpapiere und FinTechs sind zum Teil sehr risikoreiche Anlagen, dafür aber umso rentabler.

Grundsätzlich gilt: Die perfekte Geldanlage mit einem geringen Risiko, einer hohen Rendite, ständiger Liquidität und geringen Kosten gibt es nicht! Als Anleger bestimmen Sie die für Sie sinnvollste Geldanlage, indem Sie Ihre Ziele definieren, den Geldbedarf ermitteln und Ihre Risikobereitschaft einschätzen. Daneben ist die Rentabilität einer Geldanlage abhängig vom Anlagezeitraum; ein langer Anlagehorizont kann kurzfristige starke Schwankungen ausgleichen.

Die bereitgestellten Informationen dienen Werbezwecken. Sie sind nicht als persönliche Empfehlung aufzufassen und berücksichtigen weder die Anlageziele noch die Anlagestrategien oder die finanzielle Situation oder Bedürfnisse einer bestimmten Person. Die Informationen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer finanziellen Transaktion irgendeiner Art dar. Crowdhouse gibt keine Gewähr hinsichtlich des Inhalts und der Vollständigkeit der Informationen und lehnt jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung der Informationen ergeben. Die Informationen sind nur zum Zeitpunkt ihrer Erstellung aktuell und können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern. Ohne schriftliche Genehmigung von Crowdhouse dürfen diese Informationen weder vervielfältigt noch an Dritte verteilt beziehungsweise weitergegeben werden. Crowdhouse erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Im Zusammenhang mit Immobilienanlagen bestehen diverse Risiken (u.a. Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen, Bewertungsrisiko, Marktrisiko bezüglich Mieterträgen, Zinsentwicklung, begrenzte Liquidität im Immobilienmarkt, Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung, Instandsetzung- und haltung von Liegenschaften). Eine nicht abschliessende Aufzählung solcher Risiken kann unter https://crowdhouse.ch/de/risikohinweise abgerufen werden. Es wird empfohlen, sich vor jeder Investition in Immobilienanlagen von einem Finanz- und/oder Steuerexperten beraten zu lassen.